Wing Chun - Informationen zur Sportart und Schulen in Deutschland

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Wing Chun Geschichte

Wing Chun ist ein chinesischer Kung Fu Stil, dessen Entstehungsgeschichte auf vielen Legenden basiert und im Shaolin-Kloster vor etwa 300 Jahren entstand. Der Legende nach wurde dieser Kung Fu Stil von Frauen entwickelt. Yim Wing Chun verlieh der Kampfkunst ihren Namen. Tatsächlich sind alle Wing Chun Stile mit Ende des 19. Jahrhunderts von Personen beeinflusst worden, die Formen von Schauspielern einer Operntruppe „ rote Dschunke“ gelernt haben. Weltweit bekannt wurde Wing Chun stehend für „Ewiger Frühling“ durch die Kung Fu Filme mit Bruce Lee.

Prinzipien und Technik von Wing Chun

Ziel beim Wing Chun ist es, den Gegner durch Angriffstechniken innerhalb von Sekunden kampfunfähig zu machen. Die Techniken beruhen auf einfache und flexible Bewegungen, die aus dem Instinkt herausgearbeitet reflexartig umgesetzt werden können. Mit minimalem Aufwand kann eine hohe Angriffskraft entwickelt werden. Für Kinder, Jugendliche, Frauen und Senioren gibt es spezielle Übungen zur Selbstverteidigung durch Angreifen. Wing Chun ist kein Wettkampfsport, ein einheitliches Graduierungssystem gibt es nicht. Eine der grundlegenden Technik beinhaltet das Lesen von Körpersprache. Vor und mit Beginn des Körperkontakts ist es Ziel, Absichten und Schwächen des Gegners wahrzunehmen. Ein spezielles Reflextraining integriert die Partnerübung „Klebende Hände“ (Chi Sao Übung) um Schwachstellen des Gegners zu erkennen und instinktiv auszunutzen. Primärtechnik ist der sofortige Angriff in Form eines Kettenfauststoßes. Mit bis zu acht Schlägen pro Sekunde kann eine Vielzahl an Schlägen mit der Faust und Handkante sowie Fingerstiche erfolgen. Der Unterkörper des Gegners wird mit Fußtritten angegriffen. Nicht die Qualität der Schläge ist maßgebend, sondern eine Vielzahl an Schlägen ist für den Angriff bezeichnend.

Wing Chun Formen und Waffen

Bewegungstechniken werden in Formen gelehrt, die der Trainierende individuell übt. In der passiven Form Siu Nim Tau werden isolierte Armbewegungen trainiert. Komplexere Hand- und Armbewegungen in Kombination mit Fußtechniken werden in der offensiven Form Chum Kiu ausgeführt. In der aggressiven Form Biu Tze werden Faustschläge und Stiche mit Finger gelehrt. Mit der Form Kuen To wird die Kondition, Koordination, Schlagkraft des Trainierenden verbessert. Die Form Biu Jee dient der Muskelentspannung und Lockerung von Gelenken. Bewegungsabläufe, Schläge und Tritte werden in der Form Saam Sing Chong trainiert. Neben Partnerübungen gibt es Übungen an einer Holzpuppe in der Form Mook Yan Chong. Obwohl Wing Chun eine waffenlose Selbstverteidigung ist, werden hauptsächlich zwei Formen von Waffen geübt, die Langstock- und Doppelmesser-Form, um bereits erlernte Prinzipien der Handkunst zu verbessern.

Für wen ist Wing Chun geeignet?

Das Wing Chun Programm bietet ein effektives Training mit schnellem Erfolg. Übungen werden der individuellen Belastbarkeit angepasst, sodass mit fortlaufendem Training die Fähigkeiten zur Selbstverteidigung in verhältnismäßig kurzer Zeit verbessert werden. Wing Chun ist für jedes Alter geeignet, besonders für Frauen, Ältere oder Schwächere. Akrobatisches Können, Kraft und Gelenkigkeit sind nicht erforderlich.

Kleidung

Für den Einstieg reicht eine lockere Trainingskleidung und Hallenturnschuhe. Jedoch besteht ohne passende Ausrüstung ein Verletzungsrisiko. Für Fortgeschrittene ist eine reißfeste Hose und Allkampfjacke, die von der Stabilität zwischen einer Karate und Judojacke einzuordnen ist, sowie Gürtel erforderlich. Zur Schutzausrüstung gehören Schienbeinschoner, Genitalschutz, Zahnschutz, Handschutz und gegebenenfalls Kopfschutz.

Wing Chun Schulen in Deutschland